Chronik

1873 - Gründung der Feuerwehr Söcking

Im Mai 1973 wurde die Feuerwehr Söcking durch den Schmiedemeister Peter Bader und den Schuhmachermeister Lorenz Pettinger gegründet. Hintergrund war die zunehmende Notwendigkeit eines organisierten Brandschutzes im Ort, da Brände zu dieser Zeit eine der größten Gefahren für landwirtschaftlich geprägte Ortschaften darstellten. 

Am 01. August 1973 fand im Gasthaus „Stidlwirt“ die offizielle Gründungsversammlung statt. Insgesamt 23 Söckinger Bürger erklärten sich bereit aktiven Feuerwehrdienst zu leisten. Lorenz Pettinger wurde zum Vorstand gewählt, Thomas Pettinger übernahm das Amt des Schriftführers und Leonhard Deil wurde Kassier. 

1874 – Erste Feuerwehrtechnik

Bereits ein Jahr nach der Gründung erhielt die Wehr ihre erste Handdruckspritze. Diese Anschaffung stellte einen bedeutenden Fortschritt dar, da zuvor Löschmaßnahmen hauptsächlich mit Eimern und einfachen Hilfsmitteln durchgeführt wurden. 

1878 – Übergang in kommunale Verantwortung

Die Feuerwehr ging organisatorisch an die Gemeinde über. Gleichzeitig wurde erstmals ein Kommandant benannt. Damit entwickelte sich die Wehr zunehmend zu einer festen Einrichtung der öffentlichen Gefahrenabwehr. 

1880 – Bau eines Gerätehauses

Mit dem Bau eines Gerätehauses wurde erstmals eine zentrale Unterbringung für Ausrüstung geschaffen. Neben der Lagerung des Feuerwehrmaterials wurde das Gebäude auch für andere gemeindliche Aufgaben genutzt. 

1896 – Ausbau der Wasserversorgung

Mit dem Aufbau eines Wasserleitungsnetzes im Ort verbesserten sich die Möglichkeiten zur Brandbekämpfung erheblich. Hydranten ermöglichen eine deutlich schnellere Wasserversorgung bei Einsätzen. 

1899 – 25-jähriges Vereinsjubiläum

Das Jubiläum wurde mit Beteiligung zahlreicher umliegender Feuerwehren gefeiert. Solche Veranstaltungen stärkten schon damals die Zusammenarbeit zwischen den Wehren und die Verankerung der Feuerwehr im gesellschaftlichen Leben. 

1914 – Beginn des Ersten Weltkriegs

Mit Ausbruch des Krieges mussten viele Feuerwehrmänner zum Militärdienst einrücken. Dadurch war die Einsatzfähigkeit der Wehr stark eingeschränkt.

1930 – Einsatz bei Großbrand in Maising

Die Feuerwehr Söcking rückte mit 22 Einsatzkräften zu einem Großbrand nach Maising aus. Der Einsatz zeigte die zunehmende Bedeutung überörtlicher Hilfeleistungen.

1938–1939 – Veränderungen während der NS-Zeit

Die Feuerwehr wurde organisatorisch mehrfach umstrukturiert und zeitweise in staatliche Organisationen eingegliedert. Trotz politischer Veränderungen blieb die Wehr für den örtlichen Brandschutz zuständig.

1944 – Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg

Während der Luftangriffe auf München und Umgebung wurde die Feuerwehr Söcking verstärkt zu Einsätzen herangezogen. Zahlreiche Feuerwehrmänner wurden zum Kriegsdienst eingezogen, mehrere Mitglieder kamen ums Leben.

1946 – Wiederaufbau der Feuerwehr

Nach Kriegsende begann der Neuaufbau der Wehr. Bei einer Versammlung mit 25 Mitgliedern wurde Michael Gebhard zum Kommandanten gewählt. Die technische Ausstattung war zu diesem Zeitpunkt sehr begrenzt.

1955 – Erstes motorisiertes Löschfahrzeug

Mit dem Kauf eines VW-Busses mit Tragkraftspritze erhielt die Feuerwehr erstmals ein motorisiertes Fahrzeug. Dies verbesserte die Einsatzmöglichkeiten erheblich.

1963 – Erster Verkehrsunfall-Einsatz

Mit zunehmendem Straßenverkehr veränderte sich das Einsatzspektrum der Feuerwehr. Neben Bränden rückte die Wehr nun auch verstärkt zu technischen Hilfeleistungen aus.

1967 – Neues Feuerwehrgerätehaus

Das neue Gerätehaus auf der Nordseite des Söckinger Rathauses wurde fertiggestellt. Gleichzeitig wurde ein neues Löschfahrzeug angeschafft. Diese Investitionen stärkten die Schlagkraft der Feuerwehr nachhaltig.

1973 – 100-jähriges Gründungsfest

Das Jubiläum wurde mit Fahnenweihe und großem Fest gefeiert. Rund 2000 Besucher nahmen an den Feierlichkeiten teil, was die Bedeutung der Feuerwehr im Ort unterstrich.

1975 – Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges

Mit dem neuen Tanklöschfahrzeug konnte die Feuerwehr größere Brände effektiver bekämpfen und war unabhängiger von örtlichen Wasserquellen.

1984 – Erweiterung des Feuerwehrhauses

Das Gerätehaus wurde um einen Unterrichtsraum erweitert. Damit wurde die Ausbildung der Einsatzkräfte deutlich verbessert.

1989 – Führungswechsel und neues Löschfahrzeug

Nach dem Tod des langjährigen Kommandanten Franz Vötterl kam es zu Neuwahlen. Gleichzeitig wurde ein neues Löschfahrzeug in Dienst gestellt.

1993 – 120-jähriges Jubiläum

Das Jubiläum wurde mit einem mehrtägigen Fest gefeiert und festigte die gesellschaftliche Rolle der Feuerwehr innerhalb der Dorfgemeinschaft.

2006 – Neubau des Feuerwehrgerätehauses

Mit dem Spatenstich begann der Bau eines modernen Gerätehauses an der Riedeselstraße. Bereits im selben Jahr konnte Richtfest gefeiert werden. Viele Mitglieder beteiligten sich mit Eigenleistung am Bau.

2008 – Einweihung des neuen Gerätehauses

Das neue Feuerwehrhaus wurde feierlich eingeweiht. Rund 4000 Stunden Eigenleistung der Mitglieder zeigten das starke Engagement innerhalb der Wehr.

2011 – Indienststellung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges

Mit dem neuen HLF 20/16 wurde die technische Ausstattung erheblich verbessert. Das Fahrzeug ermöglicht sowohl Brandbekämpfung als auch umfangreiche technische Hilfeleistung.

2016 – Stationierung eines Tanklöschfahrzeuges TLF 4000

Im Jahr 2016 wurde am Standort Söcking ein Tanklöschfahrzeug TLF 4000 des Landkreises stationiert. Mit diesem Fahrzeug wurde die Feuerwehr Söcking mit einem leistungsstarken Spezialfahrzeug für die überörtliche Brandbekämpfung ausgestattet.

Das TLF 4000 verfügt über einen großen Löschwassertank und ist besonders für die Bekämpfung von Großbränden sowie für Einsätze in Gebieten mit eingeschränkter Löschwasserversorgung ausgelegt. Durch die Stationierung dieses Fahrzeugs übernahm die Feuerwehr Söcking eine wichtige Rolle innerhalb der überörtlichen Gefahrenabwehr im Landkreis Starnberg.

2018 – Eintragung als eingetragener Verein

Die Feuerwehr Söcking wurde offiziell in das Vereinsregister eingetragen. Damit erhielt die Organisation eine rechtliche Vereinsstruktur neben ihrer kommunalen Aufgabe.

2022 – Zulegung der Löschgruppe Hanfeld

Im Jahr 2022 wurde die Löschgruppe Hanfeld organisatorisch in die Feuerwehr Söcking eingegliedert. Diese Maßnahme erfolgte im Zuge struktureller Anpassungen innerhalb der Feuerwehrorganisation der Stadt Starnberg.

Durch die Zusammenlegung konnten Personal, Ausbildung und Ausrüstung effizienter gebündelt werden. Gleichzeitig wurde die Einsatzbereitschaft gestärkt und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte weiter intensiviert. Die Kameradinnen und Kameraden der ehemaligen Löschgruppe Hanfeld wurden vollständig in die Feuerwehr Söcking integriert.

2023 – 150-jähriges Jubiläum der Feuerwehr Söcking

Im Jahr 2023 konnte die Feuerwehr Söcking ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Dieses Jubiläum stellte einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der Wehr dar.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auf eine lange Tradition ehrenamtlichen Engagements zurückgeblickt. Zahlreiche Veranstaltungen würdigten die Entwicklung der Feuerwehr von einer kleinen örtlichen Brandbekämpfungseinheit hin zu einer modernen Hilfsorganisation mit vielfältigem Einsatzspektrum.

Das Jubiläum bot zudem Gelegenheit, den Einsatz der aktiven Mitglieder sowie die Unterstützung durch die Bevölkerung besonders hervorzuheben.